Ein bisschen Geduld muss man schon haben

Vor einigen Wochen wurden im Gesetz die Beträge für den Schulbedarf um 50 Euro pro Jahr und die Leistungen für die „Teilhabe“ für Kinder und Jugendliche um monatlich 5 Euro erhöht.

Wie nicht anders zu erwarten, haben es mehrere Jobcenter in der Region nicht geschafft in so kurzer Zeit ihre Computerprogramme anzupassen, und so wurde in vielen Fällen zum 1.8.2019 Familien mit schulpflichtigen Kindern statt dem erhöhten Betrag von 100 Euro nur 70 Euro oder gleich gar nichts ausbezahlt.

Grundsätzlich ist damit zu rechnen, dass die Fehlbeträge nächsten Monat automatisch nachgezahlt werden, möglicherweise auch die Differenz einfach ohne Ankündigung und Bescheid plötzlich aufs Konto überwiesen wird.

Ein bischen Geduld sollte man schon haben, spontane Nachfragen beim Jobcenter wo das Geld geblieben sei helfen ja ohnehin oft wenig.

Dort wo das fehlende Geld gar nicht mehr kommt ist ein Widerspruch gegen den Bescheid dann später weder möglich noch notwendig. Ihre Ansprüche auf das Schulpaket sind im Gesetz geregelt (100 Euro im August, 50 Euro im Februar) und Sie setzen diese Ansprüche dann notfalls per Überprüfungsantrag durch.

Entgegen anders lautenden Meldungen aus der Presse müssen übrigens Asylbewerber oder reine SGB XII Haushalte für BuT Leistungen auch weiterhin regelmäßig Anträge auf Weitergewährung stellen. Der Wegfall gesonderter Anträge für Bildung und Teilhabe gilt nur für Berechtigte nach Hartz IV, Kinderzuschlag und Wohngeld.

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