Großauheimer kritisiert Jobcenter

Mitarbeiter über Wochen telefonisch nicht zu erreichen, auf Anrufbeantworter hinterlassene Nachfragen unbeantwortet, die eingereichten Unterlagen verschwunden.

Ein Großauheimer Flüchtlingshelfer kritisiert die „unsäglichen Zustände“ beim Jobcenter KCA in Hanau. Er betreute eine syrische Familie mit 3 Kindern, denen zum 1.08. ein Umzug in eine Wohnung erlaubt wurde. Erst 3 Tage zuvor hatte das KCA im buchstäblich letzten Moment das Wohnungsangebot geprüft. Ohne eine solche Prüfung, ob die neue Wohnung im Hinblick auf die Kaltmiete und die Nebenkosten nicht vielleicht zu teuer ist, kann ein Sozialleistungsberechtigter nur unter dem Risiko einen Mietvertrag unterzeichnen, dass das Amt hinterher Probleme wegen der Kostenübernahme macht.

Telefonische Erreichbarkeit des KCA sei nicht gegeben, es werde nicht zurück gerufen und der Antrag werde nicht beantwortet. Auch der am 11.09. eingereichte Antrag auf Erstausstattung ist bis heute – nach sechs Wochen – noch nicht bearbeitet.

Der Flüchtlingshelfer hat inzwischen das Geld für ein paar gebrauchte Möbel privat vorgelegt und ist mit seiner Kritik am Jobcenter in die Öffentlichkeit gegangen.

Artikel in der Offenbach Post

Wie nicht anders zu erwarten streitet das KCA alles ab und leiert wie üblich nur roboterhaft herunter, wie toll sie sind und wie gut alles klappt. Im Vordergrund stehen dabei die von AQA und KCA gepachteten Adjektive „stringent“, „effizient“, „dezentral“, „schlüssig“, „präzise“, „rechtssicher“, und „optimal“.

Eine Entschuldigung, oder das Angebot, sich den Fall mal anzuschauen, erfolgt durch den Geschäftsführer Krumbe hingegen nicht. Und warum denn auch, wenn doch alles so perfekt läuft?

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.