Sozialwohnungsbau trotz Verschuldung – Graz macht es vor

Die Stadt Graz hat im Herbst 2016 insgesamt 564 Gemeindewohnungen bauen lassen, in denen die Warmmiete 5,81 Euro pro Quadratmeter beträgt. Die zuletzt übergebenen 20 Wohnungen hatten Balkon oder Terrasse und sind in Passivbauweise errichtet. Die Warmwasserbereitung wird über eine Solartherme auf dem Dach gespeist und zur Wohnanlage gehören Abstellplätze für Fahrräder und Kinderwägen. Das war möglich, obwohl Graz mehr als eine Milliarde Euro Schulden hat. Insgesamt gibt es in Graz mehr als 10.000 Gemeindewohnungen.

Der Runde Tisch für menschenwürdiges und bezahlbares Wohnen möchte klären, warum in der Steiermark machbar ist, was in Hanau und dem Rhein-Main-Gebiet als unbezahlbar bezeichnet wird. Haben Stadt und Baugesellschaft wirklich recht, wenn sie behaupten, dass es hierzulande nicht möglich sei, neu gebaute Wohnungen für eine Kaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter anzubieten?

Diese Fragen sollen in einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Wohnen bezahlbar machen! Was können wir für Hanau aus der Grazer Wohnungspolitik lernen?“ besprochen werden, zu der der Runde Tisch für Donnerstag, den 11. Mai 2017 ab 19:00 alle Interessierten herzlich einlädt. Die Veranstaltung findet im evangelischen Gemeindezentrum in der Helmholtzstraße 53 c statt. Franz Parteder von der Kommunistischen Partei Österreichs, die bis vor Kurzem für die Wohnungspolitik in Graz verantwortlich war, wird sich den Fragen des Publikums stellen. Für den Verein Mieter helfen Mietern aus Frankfurt steht Conny Petzold Rede und Antwort. Sie wird einen Blick auf die Wohnungssituation im Rhein-Main-Gebiet werfen. Andrea Guevara González vom Runden Tisch wird die Diskussion moderieren. Alle Interessierten sind zu der Diskussionsveranstaltung herzlich eingeladen.

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