Häng dich doch selbst auf, du Arschloch.

Nach unserem polemischen Artikel über die Jobmesse am Flughafen haben wir mehrere hasserfüllte und beleidigende Zuschriften bekommen, deren Absender vermutlich Mitarbeiter von Jobcentern oder Arbeitgebern waren, die sich durch unsere Darstellung angegriffen fühlten.

Eine dieser Zuschriften enthielt die gewagte Behauptung, dass es überhaupt nicht stimme, dass am Frankfurter Flughafen katastrophale Verhältnisse im Bau- und Dienstleistungsbereich gäbe. Der Flughafen sei der „beste und seriöseste Arbeitsplatz, den man sich vorstellen kann.“
Danach riet mir der Absender der Email, ich solle mich „aufhängen gehen“.

Ich möchte speziell diese Zuschrift hiermit öffentlich mit folgendem Verweis auf die Realität beantworten:

DGB und Zoll beschäftigten sich in den letzten Wochen unter anderem mit einer Baustelle, auf der die Arbeiter nicht nur seit Monaten keinen Lohn erhielten, sondern auch dort schliefen. Der Auftraggeber der Baustelle ist kein Geringerer als die Lufthansa AG.

Bericht in der Hessenschau

Häng dich doch selbst auf, du Arschloch

 

Ergänzung vom 25.02.2017:

Nur einen Tag nach diesem Blogeintrag hat die Generalstaatsanwaltschaft eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sie erklärt hat, dass sie bereits seit 11 Jahren wegen Sozialversicherungsbetrug gegen die Ryan Air und sämtliche ihrer scheinselbstständigen Piloten ermittelt.

Man muss also heutzutage gar nicht prekär verdienen um prekär beschäftigt zu sein. Selbst Vorzeigeberufe wie „Pilot“ sind im Kapitalismus nichts weiter als organisierte Kriminalität und übelste Ausbeutung.

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