Wie kommuniziert man mit einem Jobcenter?

Nehmen wir mal an, es gäbe ein Jobcenter…

dessen Schalterbereich überwiegend dazu dient, die Anliegen von Bürgern nach Möglichkeit nicht zu bearbeiten, die absurdesten Anforderungen an Vorsprachen zu stellen, Ratsuchende mit Falschauskünften in die Irre zu führen, und gestellte Anträge einfach nicht entgegenzunehmen,

dessen Leistungssachbearbeiter nicht mit Kunden sprechen dürfen, wenn diese keinen Termin dazu vereinbart haben, wobei Termine nur telefonisch vereinbart werden können und vor lauter Arbeitsbelastung telefonisch niemand zu erreichen ist,

dessen Telefonsprechstunde, die erst von Kritikern gegen das Amt erkämpft werden musste, schon kurz nach der Einführung von 2 Stunden pro Tag wieder auf 1 Stunde pro Tag verkürzt wurde, wobei die Existenz einer offiziellen Sprechstunde ja noch lange nicht dazu führt, dass dort auch jemand während dieser Zeit erreichbar ist,

dessen Teamleiter in der Leistung seit Sommer 2016 plötzlich auch nicht mehr ohne Termin mit Kunden sprechen dürfen, und damit dieser letzte Rettungsanker, mit dem man bislang dringende Probleme auf dem kleinen Dienstweg klären konnte, auch noch versenkt wird,

dessen Widerspruchsstelle regelmäßig nicht in der Lage ist, Vorverfahren innerhalb der gesetzlichen Schutzfrist von 3 Monaten zu bearbeiten und selbst Schreiben von Rechtsanwälten von jedem angolanischen Ziegenhirten schneller und besser bearbeitet werden würde,

dessen Fallmanager, obwohl teilweise ganz nett und vernünftig, scheinbar nicht mal mehr die Zeit haben eine Eingliederungsvereinbarung erst einmal anzubieten, bevor sie einen EGV-Verwaltungakt raus schicken – der laut Gesetz ja nur verschickt werden soll, wenn die Vertragsverhandlungen zuvor gescheitert sind,

dessen Pressearbeit von offensichtlichen Widersprüchen und völliger Realitätsferne geprägt ist,

dessen Geschäftsführer jede Form von Anfragen, Bitten, Hinweisen und Kritik grundsätzlich mit Ausreden, Ablenkungsmaneuvern, Verdrehungen oder Gewaltvorwürfen beantwortet anstatt auf die Inhalte einzugehen,

dessen Briefkasten im Schnitt jeden fünften Brief schon auf dem Weg zwischen Einwurfschlitz und Ausleerklappe verliert, so dass man Unterlagen teilweise 4 mal einreichen muss, bis sie auch beim Sachbearbeiter ankommen.

dessen Servicemitarbeiter keinen vollen Zugriff auf die aktuelle Leistungsakte haben und somit das wichtigste Anliegen eines großen Teils der Kunden, die dort vorsprechen – nämlich aktuelle Leistungsangelegenheiten zu klären – nicht mal dann bearbeiten könnten, wenn sie das wollten,

dessen Scanpoint, der am Monatsanfang genau wie der Schalterbereich Warteschlangen von bis zu 2 Stunden produziert, und bei dem aus unerfindlichen Gründen trotz supertoller Computertechnik teilweise 2 Wochen ins Land gehen, bis unten eingescannte Dokumente auch oben für den Sachbearbeiter in der elektronischen Akte sichtbar sind,

dessen Telefonliste mit den Durchwahlen zu den Mitarbeitern seit dem Jahr 2014 einer militärischen Sicherheitsstufe höchsten Grades unterliegen, und noch nicht einmal die Mitarbeiter anderer Sozialbehörden in Offenbach die Möglichkeit haben ohne viel Umstände bei den Kollegen vom Jobcenter anzurufen,

dessen Personal Schreiben anderer offizieller Stellen offenbar grundsätzlich erst so spät wie möglich, gar nicht oder falsch beantwortet, und

dessen Öffungszeiten mit 4 halben Tagen pro Woche knapper ausfallen als die offiziellen Öffungszeiten der angolanischen Ziegenmafia,

…wie kommuniziert man mit so einem Jobcenter?

Wie kommuniziert man mit jemandem, der sich versteckt, der sich einbunkert, der nicht zuhören will oder keine Zeit dafür hat, der nie erreichbar ist, seine komplette Post verschlampt, der selten redet aber wenn er mal was sagt, dann eigentlich nur Blödsinn, Beleidigungen und Lügen von sich gibt?

Soll man mit so einem Jobcenter überhaupt noch reden?

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